KaiserHerbst

Jetzt ist wieder Genuss-Zeit!

Jedes Glas Wein erzählt hier eine Geschichte: von vulkanischen Böden und fruchtbarem Löss, von alten Traditionen und von Familien, die seit Generationen in den Reben arbeiten. Mit der Veranstaltungsreihe „KaiserHerbst“ vom 10. Oktober bis 8. November 2026 macht die Region diese Geschichten erlebbar – bei Weinproben, Konzerten, Wanderungen und Festen zwischen Kaiserstuhl und Tuniberg.

09.06.2026

Von Andrea Buchmann

 

Lachende Menschen stehen unter den Lichterketten zusammen, die Gläser klingen beim Anstoßen. Man kennt sich – oder kommt ganz schnell ins Gespräch. Abends ist es zwar schon „ein Kittel kälter“, doch der mitreißende Takt der Blasmusik sorgt dafür, dass niemand lange friert. Der Grauburgunder im Glas duftet nach reifen Birnen. Dazu ein Stück Zwiebelkuchen auf die Hand – und sofort beginnt die Diskussion darüber, wo er am besten schmeckt. Denn jedes Dorf hat seine eigene Rezeptur: mal mit dickem, saftigem Belag, mal mit dünnem Boden und knusprigem Speck als Topping. In Burkheim oder Ihringen kommen traditionell Kartoffeln in den Teig. „Den Speck“, witzeln die Nachbargemeinden über die Burkheimer Variante, „musst du dir da selbst mitbringen.“

Es ist Herbst am Kaiserstuhl. Die Weinlese ist größtenteils abgeschlossen, die Rebhänge leuchten in warmen Gold-, Rot- und Orangetönen, und überall zwischen Endingen, Vogtsburg, Ihringen und Breisach wird gefeiert. „Schaffige Gelassenheit“ nennen das die Einheimischen: Es gibt immer etwas zu tun, aber Zeit für ein gutes Glas Wein und gesellige Stunden findet sich immer.


Die Region lädt ein zum „KaiserHerbst“
Das Lebensgefühl in diesem Landstrich zwischen Schwarzwald und Elsass ist eine Mischung aus badischer Bodenständigkeit und französischem Savoir-vivre, aus Genuss, Geselligkeit und diesen kleinen, unbeschwerten Glücksmomenten. Der „KaiserHerbst“ ist voll davon!

Vom 10. Oktober bis 8. November 2026 gibt es wieder unzählige Möglichkeiten, die Region in all ihren Facetten zu erleben. Fast 100 Veranstaltungen rund um den Kaiserstuhl und den Tuniberg stehen auf dem Programm – vom Kürbisfest auf dem Dorfplatz bis zum kulinarischen Weinabend im historischen Winzerhof. „Ganz bewusst sind viele Veranstaltungen klein, persönlich und authentisch gehalten“, sagt Ulrike Weiß, Geschäftsführerin der Naturgarten Kaiserstuhl GmbH und Mitglied des Organisationsteams.

In den Restaurants stehen eigens entwickelte „KaiserHerbst“-Gerichte auf der Karte. Bei der Küchenparty mit vier Sterneköchen dürfen Gäste nicht nur probieren, sondern direkt in die Töpfe schauen und erleben, wie aus regionalen Zutaten feine Küche entsteht. Buchbar sind geführte Wanderungen durch die typischen Lösshohlgassen und Traktorausfahrten in den Reben. Es gibt Konzerte und Lesungen. Zur Theaterkulisse wird gar die Schlossruine Burkheim beim „Dinner for One uff alemannisch“ – natürlich mit „Wiiprob“.

Denn seit Jahrhunderten prägt der Weinbau die Kulturlandschaft am Kaiserstuhl, die nicht ohne Grund als „badische Toskana“ bezeichnet wird. Mehr als 100 Weinbaubetriebe bewirtschaften heute die Vulkan- und Lösslagen der Region. Wer hier ein Glas Wein trinkt, bekommt fast immer auch eine Geschichte dazu erzählt: vom fruchtbaren Boden, von den Menschen, die seit Generationen in den Reben arbeiten, oder davon, warum der Grauburgunder auf der einen Seite des Hügels ganz anders schmeckt. Mal erinnert ein Wein an grüne Nüsse, mal an Ananas oder Zitrusnoten. Es lohnt sich, bei der Lagenweinprobe „Herkunft Kaiserstuhl“ die Unterschiede zu erschmecken!

 

Eine neues Veranstaltungsformat entsteht
Landschaft und Wein gehören am Kaiserstuhl einfach untrennbar zusammen. Um diese Verbindung sichtbar zu machen, wurde 2024 der „KaiserHerbst“ ins Leben gerufen. Das neue Format richtet den Blick dabei bewusst auf die gesamte Region Kaiserstuhl-Tuniberg. „Welche außergewöhnliche Vielfalt auf diesem kleinen Raum zusammenkommt, genau das möchten wir zeigen“, betont Ulrike Weiß. Die Marketing- und Tourismusexpertin, die seit 2021 für die Naturgarten Kaiserstuhl GmbH tätig ist, bringt den Blick von außen mit. Was sie hier immer wieder begeistert, sei „dieses leicht verschmitzte Selbstverständnis der Menschen und vor allem der Stolz auf die eigene Herkunft“. Das ist vielleicht auch der Grund, warum viele junge Leute nach Ausbildung und Studium gerne wieder in ihre Heimat zurückkommen – fremde Eindrücke und Erfahrungen mit im Gepäck, aus denen sich dann neue, spannende Konzepte entwickeln können. So wie der „KaiserHerbst“.

Die Veranstaltungsreihe lebt vom Zusammenspiel der Menschen dahinter: Winzer arbeiten mit Köchen zusammen, Künstler mit Gastronomen, Naturführer mit Weingütern. „Es sind ganz neue Kooperation entstanden“, erzählt Ulrike Weiß. „Einfach mal machen“ – unter diesem Motto hatte man ganz pragmatisch losgelegt. Nicht alles lief von Anfang an reibungslos, manches musste sich erst entwickeln. Doch dass der „KaiserHerbst“ bereits in die dritte Runde geht, zeigt, dass die Idee funktioniert – vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht künstlich inszeniert, sondern aus der Region heraus entstanden ist.

 

Foto: Chris Eltjes


 

INFOS: 

Vom 10. Oktober bis 08. November 2026 lädt der KaiserHerbst dazu ein, die Region in ihrer ganzen Vielfalt zu erleben mit Veranstaltungen, die eng mit dem Leben vor Ort verbunden sind. Zwischen Reben, Kellern, Küchen, Bühnen und besonderen Orten entsteht ein Veranstaltungsprogramm, das die Region in besonderer Weise erlebbar macht.

Ob Genussmoment im Weingut, kulturelle Veranstaltung, geführte Tour oder herbstliche Spezialität – der KaiserHerbst verbindet, was die Region ausmacht: Geschmack, Begegnung und Kultur.

Das erwartet Sie:

  • Wein- und Genusserlebnisse direkt bei den Erzeugern

  • Kulinarische Angebote mit regionalem Fokus

  • Kulturelle Veranstaltungen und besondere Orte

  • Geführte Touren durch Landschaft und Geschichte

Hier gehts zum Programm: kaiserherbst.de