Riegel

Von der 7000-jährigen Ortsgeschichte zeugen zahlreiche landesweit bedeutende archäologische Funde, die auch teilweise im Archäologischen Museum ausgestellt sind. Auf einem Archäologischen Rundweg können Sie unter anderem auch den freigelegten Mithrastempel besichtigen.
Im kulturellen Bereich hat sich der Ort einen Namen durch die Kunsthalle der Messmer Foundation, durch das private Theater „KUMEDI“ und die vielen Galerien und Ateliers von Künstlern erworben.
Auch geologisch hat Riegel mit seinen Lösswänden etwas Besonderes zu bieten, bekommen Sie hier doch einen Einblick in die vergangenen Millionen Jahre der Erdgeschichte. Diese und viele Eindrücke mehr können Sie auf dem Naturpfad Riegeler Michaelsberg gewinnen.
An das überregionale Straßennetz ist Riegel über einen eigenen Anschluss zur Bundesautobahn A5 und die Landesstraße 113 nach Frankreich angebunden. Zwei Bahnhöfe runden die herausragende Verkehrsanbindung Riegels an die Rheintallinie der Deutschen Bahn und die Kaiserstuhlbahn der Südwestdeutschen Verkehrs AG ab.
Die Riegeler Brauerei gibt es nicht mehr aber die Marke Riegeler Bier erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Das Areal der Riegeler Brauerei wurde zu den „Riegeler Lofts“ umgebaut und saniert. Dort wird durch Hobbybrauer das beliebte Römerbräu gebraut.
Zahlreiche Gaststätten und Übernachtungsbetriebe tragen zum Wohlbefinden der Besucher unserer Gemeinde bei.

Archäologisches Museum in Riegel - Römer und Raketen

Sehr eindrucksvoll wird die römische Vergangenheit Riegels im Archäologischen Museum dargestellt. Neben rund 300 Ausgrabungsfunden wird anhand von Schaubildern und Rekonstruktionen das Leben der Römer eindrucksvoll dargestellt. Auch die alltäglichen Dinge, wie der Tagesablauf und die Zubereitung der Mahlzeiten, werden aufgezeigt. Glanzstück des Archäologischen Museums ist sicherlich das Modell der römischen Basilika im Maßstab 1:25. Der Besucher kann sogar in die Basilika "eintreten" (lassen Sie sich überraschen!) und bekommt damit einen plastischen Eindruck von der monumentalen Bauweise dieses Gebäudes. Das Archäologische Museum wurde erweitert durch eine Abteilung „Antriebstechnik der Luft und Raumfahrt“. Das Museum, Hauptstraße 12, im hinteren Teil des Bürgerhauses hat sonntags von 11 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Der Eintrittspreis beträgt:
  • 2,50 Euro für Erwachsene
  • 1,50 Euro für Kinder
  • 6,00 Euro für Familien
  • 2,00 Euro für Gruppen (ab 10 Personen)
  • 1,00 Euro für Schulklassen

Archäologischer Rundweg

Die Gemeinde Riegel liegt inmitten der reichen archäologischen Kulturlandschaft des Nördlichen Breisgaus. Auf Riegeler Gemarkung sind fast alle wichtigen vorgeschichtlichen Kulturgruppen nachgewiesen, beginnend mit der Jungsteinzeit im 6. Jahrtausend v. Chr.

In keltischer Zeit (spätes 2. Jahrhundert v. Chr.) gab es am Nordrand des heutigen Ortes bereits ein ausgedehntes Dorf, wo bei Ausgrabungen 2001 ein in Baden-Württemberg bislang einmaliger Schatz aus 27 Goldmünzen zum Vorschein kam.

Größte Bedeutung hatte Riegel in römischer Zeit (1.-3. Jahrhundert n. Chr.). Die Römer legten hier zunächst Kastelle an, aus deren zugehörigen Marketenderansiedlungen sich eine Stadt mit großen öffentlichen Bauten entwickelte, die Verwaltungszentrum für die ganze Region war – das „Freiburg der Antike“.

Im frühen Mittelalter (7./8.-10. Jahrhundert n. Chr.) befand sich in Riegel ein königlicher Wirtschaftshof mit früher Kirche, der Mittelpunkt eines Fiskalbezirks war, an den zahlreiche Dörfer der Umgebung ihre Abgaben zu entrichten hatten.

Auf dem Archäologischen Rundweg sind insgesamt 13 Text- und Bildtafeln zu wichtigen Fundstellen der Keltenzeit, Römerzeit und des frühen Mittelalters zu sehen. Der Rundweg hat eine Länge von ca. 1 km.
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Das Mithräum von Riegel

Die Fundamentreste erinnern an den Tempel für den „Lichtgott“ Mithras. Die Kulte für Mithras und für Kybele entstanden in Persien und gelangten mit der Ausdehnung des römischen Reiches mit den Händlern, Kaufleuten und vereinzelt auch mit dem Militär gegen 100 n. Chr. auch in den Westteil des römischen Imperiums. Beide Kulte sind in Riegel belegt.
Die Tempel für Mithras erinnern an die Höhle, in welcher er angeblich geboren wurde. Sie wurden also bewusst in die Erde versenkt. Die Kultgemeinschaft bestand aus einer elitären Männergruppe, die bei den Versammlungen mehrere Weihegrade durchliefen. Als Lichtgestalt siegte Mithras über die Dunkelheit. Es gibt viele Gemeinsamkeiten mit dem Christentum, so z.B. die gemeinsame Kultmahlzeit.
Als der Tempel in Riegel zu Beginn des 2. Jahrhunderts erbaut wurde, waren keine Soldaten mehr hier. Der Tempel wurde mindestens 200 Jahre lang genutzt. Im Jahre 393 wurden alle heidnischen Kulte verboten und somit auch der Mithraskult.
Bei den Ausgrabungen der Riegeler Anlage wurde 1932 ein 1,2 m hoher Opferstein mit Inschrift (Viktor Abascantus als Stifter) geborgen. 1974 wurde die 9,1 m lange und 6,4 m breite Anlage komplett freigelegt. Das tönerne Kultgeschirr sowie ein eisernes Kultschwert befanden sich in einem Vorraum. Im Archäologischen Museum befinden sich Funde aus dem Mithras-Tempel.

Kunsthalle Messmer der Messmer Foundation

Im einzigartigen Ambiente der stillgelegten über 175 Jahre alten Riegeler Brauerei bietet die Messmer Foundation dem kunstinteressierten Besucher Exponate von internationalem Format.
Die Besucher werden durch einen Skulpturengarten ins Entrée der historischen Schwenkhalle geleitet, in der sich auf 900 qm die Sammlung der Messmer Foundation in wechselnden Ausstellungen präsentiert und durch Gastausstellungen namhafter Künstler der Moderne ergänzt wird.
Die ehemalige Riegeler Brauerei ist für die Kunsthalle der Messmer Foundation der ideale Standort. Das besondere Flair dieses baulichen Unikats, die fantastische Lage direkt am Tor zum Kaiserstuhl sowie die hervorragende Anbindung an die A5 waren ausschlaggebend für diese Entscheidung, erklärte Stiftungsvorsitzender Jürgen A. Messmer.

KUMEDI Kopfbahnhof Riegel - Das besondere Theater

Die KUMEDI eröffnete 1999 die neugeschaffenen Räume im alten Kaiserstuhlbahnhof Riegel-Ort. 2002/2004 wurde erweitert, es entstand ein Kleintheater, das in Architektur und Konzept nicht überall zu finden ist. Im Mittelpunkt steht das Wort, das kritische und satirische, getreu dem Theaternamen KUMEDI (alemannisch für Komödie). Aber auch kleinere Konzerte oder Matinee´s finden regelmäßig statt. Der zusätzliche Name "Kopfbahnhof" will als "Bahnhof für den Kopf" verstanden werden, nicht im realen "Bahn-Sinn". Der Zuschauer hat die Möglichkeit, nach der Vorstellung noch im Theater oder im Foyer zu verweilen, sich mit Bekannten, bisher Unbekannten oder auch mit Akteuren auszutauschen. Der Theater- und Kulturverein KUMEDI Riegel e.V. ist Träger des Theaters. Der aktuelle Spielplan liegt im Rathaus und in den Riegeler Geschäften aus und ist auch unter www.kumedi.de zu finden.

Naturpfad Riegeler Michaelsberg - Auf dem Weg zur Erdgeschichte der letzten 170 Millionen Jahre

- ob individuell oder bei einer Führung, erleben Sie Riegel – das sonnige Tor zum Kaiserstuhl einmal aus einer anderen Sicht. Wussten Sie, dass sich in unserer Gemeinde die vier Flüsse Elz, Glotter, Alte und kanalisierte Dreisam zum Leopoldskanal vereinigen? Oder ist Ihnen bekannt, dass Sie die letzten 170 Millionen Jahre der Erdgeschichte am Fuße des Michaelsberges mit bloßem Auge erkennen können? Der Kaiserstuhl ist ein erloschener Vulkan, der aus dem Rheingraben ragt. Der Ort Riegel liegt am Nordostrand des Kaiserstuhls. Der Riegeler Michaelsberg ist aber nicht vulkanischen Ursprungs, sondern ein Kalkstein aus dem Mitteljura. Wir laden Sie ein, sich an einer Vielzahl schöner Einblicke rund um den Michaelsberg zu erfreuen und nebenbei einiges Wissenswertes über die reichhaltige (Natur-)Geschichte unseres Ortes zu erfahren. Die Gehzeit für den gesamten Pfad mit allen 16 Tafeln beträgt etwa 2 Stunden. Aufgrund der fortlaufenden Nummerierung können Sie jederzeit an allen Standorten einsteigen. Der eigentliche Beginn des Naturpfades ist beim Theater „KUMEDI“, das Ende auf dem Michaelsberg. Gruppenführungen ab 10 Personen auf dem Naturpfad Riegeler Michaelsberg sind auf Anfrage möglich. Informationen hierzu im Rathaus Riegel, Hauptstr. 31, 79359 Riegel unter der Telefon-Nr.: 07642/9044-0 oder kreutner@gemeinde-riegel.de, www.gemeinde-riegel.de. „Von der Sonne verwöhnt“ lautet der Werbeslogan für den Badischen Wein, der auch ganz besonders auf Riegel am Kaiserstuhl zutrifft. Die mehrfach ausgezeichneten Weine vom „Riegeler St. Michaelsberg“ bringen die Sonne ins Glas. Lassen Sie sich im Anschluss an die Erkundung des Naturpfades bei einem guten Wein oder einem Glas Riegeler Bier in unserer Gastronomie verwöhnen. Wenn es Ihnen bei uns gefallen hat, empfehlen Sie uns gerne weiter. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Dann vielleicht beim Erkunden des Archäologischen Rundweges mit anschließendem Besuch des Archäologischen Museums? Informationen hierzu sind ebenfalls im Rathaus Riegel erhältlich.

Historischer Rundgang im Ortskern

Ehemaliges Bahnhofsgebäude, Römerstraße 2
1894/95 wurde die Kaiserstuhlbahn von Riegel nach Breisach gebaut und das Bahnhofsgebäude erstellt. Im März 1999 zog im „Kopfbahnhof“ das Theater KUMEDI des Schauspielers Klaus Spürkel und seine Frau Elisabeth Fünfgeld hier ein. 2002 folgte die Erweiterung auf 99 Sitzplätze und 2004 wurde die Freilichtbühne gebaut.

Altes Feuerwehrhaus, Kirchstraße 8
1704/05 als herrschaftliche Trotte erbaut. 1820 erwarb die Gemeinde das einstöckige Haus und nutzte es weiterhin als Kelter. 1904 erfolgte der Umbau zu einem Spritzenhaus. Seit der Renovierung 2002 dient das ehemalige Feuerwehrgerätehaus mit seinen markanten Schlauchtürmen als Künstleratelier.

Katholische Pfarrkirche St. Martin
Im Mittelalter, wohl gegen 1200, wurde die Pfarrkirche vom heutigen nördlichen Ortsrand in das Zentrum verlegt. Zwischen 1743 – 1749 entstand anstelle der gotischen Pfarrkirche ein barockes Gotteshaus (Bauleitung: Franz Rudhart). 1936 Zerstörung durch einen Brand und 1944 großer Schaden bei der Bombardierung. 2003/04 folgte eine umfassende Innenrenovierung.

Pfarrhaus, Kirchstraße 9
1684 wurde das heutige Pfarrhaus von den Dominikanerinnen als Klostergebäude erstellt und 1721 erweitert. Daher rührt der Verbindungsgang zur Pfarrkirche. Seit 1765 dient das ehemalige Konventsgebäude als Pfarrhaus.

Käppele, Ecke Haupt-/Kapellenstraße
1555 wird die Wegkreuzkapelle vor dem ehemaligen Schäfertor, also außerhalb des Ortskerns, erstmals erwähnt. Hier teilt sich die Straße nach Süden in Richtung Bahlingen sowie Endingen und nach Norden in Richtung Forchheim. Das barocke Aussehen des Käppele entstand im 18. Jahrhundert. Daneben stand ein Kreuz, so ist es auf einem Gemälde von 1709 zu sehen.

Evangelische Kirche, Forchheimerstraße
Das schmucke Sandsteingebäude wurde 1898 als evangelisches Gotteshaus in neugotischem Stil errichtet. Seit der Renovierung 1996 ist die ursprüngliche Bemalung im Innern wieder sichtbar. Das gegenüberliegende Pfarrhaus (Forchheimerstraße 4) wurde 1902 als Stiftung von Familie Wehrle, die es in New York zu Wohlstand brachte, erbaut.

Gasthof Kopf, Hauptstraße 30
In den ältesten Archivalien von 1484 ist die Gemeindestube auf diesem Areal belegt. Im offenen Erdgeschoss fanden Versteigerungen statt. Im 1. OG war der Festraum, nicht nur bei Hochzeiten und Beerdigungen. Die Vertreter der Gemeinde tagten ebenfalls hier. Das heutige traditionsreiche Haus wurde 1781 erbaut und 1821 privatisiert. Seit 1834 befindet sich das Gasthaus „Zum Kopf“ in Familienbesitz.

Rathaus, Hauptstraße 31
Das Rathaus wurde 1784 als gemeinsames Verwaltungsgebäude der Ortsherren anstelle eines Vorgängergebäudes erbaut. Seit 1813 Nutzung als Rathaus. Umfangreiche Renovationen erfolgten 1909 (mit barocken Elementen), 1964 und 1997. Über dem Torbogen befindet sich das Riegeler Wappen: ein männlicher Kopf im Profil. Die Darstellung geht wohl auf ein römisches Münzbild zurück.

Brunnenplatz
Die freie Fläche im Ortszentrum dürfte bereits im Mittelalter als „Marktplatz mit Brunnen„ entstanden sein. Der heutige Brunnen wurde 1992 aufgestellt und 2003 mit einem Kunstwerk des Bildhauers Guido Messer aus Bronze versehen. Die Plastik zeigt den Kopf des römischen Kaisers Vespasian (9-79, seit 69 n. Chr. Kaiser), der einen Stuhl in sich trägt. Dieser ist auch der Sitzplatz für den obersten Richter. Die Brunnenfigur symbolisiert damit gleichzeitig den „Kaiserstuhl“.

Friedhofkapelle
Vor dem Baubeginn 1903 konnte ein römischer Keller als Überrest eines römerzeitlichen Hauses freigelegt werden. Die Brauereidirektoren Ernst, Adolf und Eduard Meyer, Erbauer der Friedhofskapelle, schenkten diese 1907 der Gemeinde. Eduard Meyer (1856 – 1909) wurde in der Gruft beigesetzt. 1973 wurde die benachbarte Einsegnungshalle gebaut. An der nördlichen Friedhofsmauer steht ein 2,8 m hohes Sandsteinkreuz mit Corpus. Flankierend stehen Maria (links) und Magdalena (rechts). Die Gruppe wurde 1746 von der Witwe Montfort gestiftet.

Michaelschule am Drollberg
1961 – 1964 wurde am nördlichen Hang des Michaelsberges die Grund- und Hauptschule erbaut. Sie besteht aus fünf Pavillons, der Turnhalle und dem Lehrerwohnhaus. Das Symbol der Michaelschule ist der heilige Martin wie in einem Wandbild vor dem Sekretariat zu sehen. Damit wird auf die Tugend des Teilens und das Angewiesensein auf Hilfe hingewiesen.

Johannes Nepomuk-Statue (1769), Am Gemeindegarten
Seit dem Frühjahr 2005 präsentiert sich die Johannes-Nepomuk-Statue frisch renoviert. Dies war ein Anliegen von Pfarrer Siegfried Flaig zu seinem Abschied im Herbst 2004. Die 1769 an der Brücke über die Elz vor dem Wassertor aufgestellte Statue wurde von Prinzessin Elisabeth von Baden-Baden (1726 – 1789) gestiftet. Die Enkelin des „Türkenlouis“ bewohnte das Riegeler Schloss (heute: Leopoldstraße 6-18). Der Bildhauer war Joseph Kaltenbach von Triberg.

Michaelskapelle  
Auf dem gleichnamigen Berg steht das Wahrzeichen von Riegel. Die Kapelle wurde 996 erstmals erwähnt. Das heutige Gebäude entstand als Burgkapelle am Ende des 13. Jahrhunderts. Zeitweise lebten die Stadtgründer von Endingen, die Familie der Üsenberger, in der Burg. Nach deren Aussterben 1379 zerfiel die Burg. Die Kapelle erhielt in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts einen spätgotischen Chor. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts folgten Verbesserungen, u.a. Anbau der Sakristei (1712), Erneuerung des Glockenturmes sowie Einbau der oberen Empore. Rege Nutzung der Michaelskapelle u.a. bei Wallfahrten. Der 1787 geplanten Aufhebung der Kapelle unter Kaiser Joseph II. (1780-1790) widersetzte sich die Bevölkerung erfolgreich. Neben der gottesdienstlichen Nutzung folgte im 19. Jahrhundert der Ausbau des Kapellenberges für Touristen, u.a. durch den Einbau einer „Camera obscura“ 1843. 1930 wurde die angebaute Wohnung abgebrochen. 1984 fand eine Außenrenovierung und 1993/94 eine Dachsanierung statt. Nach Verbesserungen im Innern werden seit 2005 wieder regelmäßige Gottesdienste abgeboten.

Stammhaus der Riegeler Brauerei, Hauptstraße 29
Auf diesem Areal erstellte Wilhelm Meyer 1838 die erste Riegeler Brauerei. 1840 kam der Ausschank in der eigenen Wirtschaft dazu. 1875 wurde der Braubetrieb an den Fuß des Michaelsberges verlegt. Die Gaststätte „Stammhaus Meyer“ brannte am 16. Juli 1991 ab. Der heutige Neubau entstand 1995.  
 
Erzbischöfliches Kinder- und Jugendheim St. Anton, Kirchliche Stiftung, Hauptstraße 63
Außerhalb des Dorfes stand auf diesem Gelände von 1765 - 1779 das Dominikanerinnenkloster St. Katharina. Danach wurden die Gebäude privatisiert. 1861 gründete Erzbischof Hermann von Vicari in einem Teilgebäude die „Rettungsanstalt zu Riegel“ für Kinder in besonderen Notlagen; sie war dem heiligen St. Martin geweiht.
In den Folgejahren wurde aus dem gesamten Klostergelände ein Kinderheim mit bis zu 100 Plätzen, die Betreuung lag in den Händen von Ordensschwestern der armen Franziskanerinnen von Mallersdorf. Die mittlerweile als Träger gegründete kirchliche Stiftung ist ihrem Gründungsauftrag treu geblieben und betreibt heute auf diesem Gelände das Jugendhilfezentrum St. Anton.

Amtshaus des Abtes von Ettenheimmünster Hauptstraße 12
1777 ließ Landolin Flum, Abt des Klosters Ettenheimmünster, das stattliche Haus mit barockem Eingang bauen. Nach der Säkularisierung wohnte der Klosterverwalter bis zu seinem Tod hier. 1837 erwarb die Gemeinde das Gebäude, um Lehrerwohnungen einzurichten. Die rückwärtige Zehntscheuer wurde damals zu Schulräumen umgebaut.
Im Erdgeschoss des vorderen Teils befand sich von 2006 bis Juli 2011 das Archäologische Museum welches vom Geschichtsverein betreut wird. Ab August 2011 wurde das gesamte Areal umgebaut, saniert und renoviert. Aus dem Innenhof wurde der Mauritiussaal, aus dem alten Museum wurde der Raum Landolin und die Bürgerstube wird als Bürgercafe genutzt. Somit entstand das Bürgerhaus “Alte Schule“ für die Riegeler. Eingeweiht wurden die neuen Räumlichkeiten im Januar 2012. Das neue und erweiterte Museum wurde im hinteren Trakt untergebracht.

Ehemaliges Schwesternhaus, Kirchstraße 11
Gleichzeitig mit der Pfarrkirche wurde 1743 ein Wohnhaus für den Kaplan erstellt. Seit 1870 wohnten Lehrer Josef Lang (+ 1871) und seine Frau Theresia Lang (+1893) hier. 1903 –1980 bewohnten die Kranken- und Kindergartenschwestern das Haus. Seit der Sanierung 1997 wird das Anwesen privat genutzt.
Gemeinde Riegel am Kaiserstuhl

Hauptstraße 3179359 Riegel

rathaus@gemeinde-riegel.de

07642/90440

www.gemeinde-riegel.de

Gemeinde Riegel am Kaiserstuhl,79359 Riegel,Hauptstraße 31

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