Brägele

Brägele sind wohl das Grundnahrungsmittel eines echten Badeners, sie werden wahlweise mit Schäufele, Bibiliskäs oder aber auch mit Wurstsalat serviert. Natürlich kann man sie auch einfach pur ganz ohne was dazu essen.

Der Begriff „Brägele“ ist die Übersetzung von dem deutschen Wort Bratkartoffel. Aber Vorsicht: Bei den Brägele handelt es sich nicht etwa um die gewöhnliche Bratkartoffel, nein, dies wäre eine Beleidigung, denn bei den Brägele kommt es auf viel badisches Fingerspitzengefühl an!

Zunächst und das ist der größte Unterschied werden nur gekochte Kartoffeln (festkochend) - die man hierzulande Herdäpfel nennt - verwendet, diese lässt man auskühlen und mindestens 24 Stunden ruhen. Die kalten Herdäpfel werden dann gerieben/gehobelt und in der Pfanne knusprig gebraten. Natürlich auch mit Speck und Zwiebeln. Abschmecken kann man das Gericht mit Pfeffer und Salz und Gewürzen nach Belieben. Empfehlenswert ist auch ein Brägele-Gewürz oder Brägeleöl .

Übrigens, der närrische Fasnetsruf der Breisacher lautet: „Schmeck′sch d′r Brägel?“ was so viel bedeutet wie „Merkst Du was!?“. Der Ausdruck „do hesch de Brägel“ findet sonst auch häufig Verwendung. Es bedeutet „Da hast du den Salat“.
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