Der Englische Garten

Zu Beginn der 19. Jahrhunderts veranlasste Konrad von Andlau den Bau des Hugstetter Schlossparks nach dem Vorbild der Arlesheimer Eremitage (Schweiz). Der Park erhielt bald den Ruf, einer der schönsten, wenn nicht der schönste Englische Garten von ganz Süddeutschland zu sein; er war so bekannt, dass auch Felix Mendelssohn-Bartholdy ihn 1837 anlässlich eines Aufenthalts in Freiburg besuchte.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in England eine neue Art der Gartenarchitektur. Weg von der Strenge der französischen Barockgärten, hin zu mehr Natürlichkeit. Der „Englische Garten“ ist geprägt durch freie Wiesenflächen, lockere Baumgruppen, gewundene Wege, aber auch Teiche, einzelne kleine Bauwerke und Plätze zum Verweilen. Parallel zum Bau und Vollendung des Hugstetter Schlosses gestaltete Konrad von Andlau in den Jahren 1801 bis ca. 1839 die nähere Umgebung des Schosses nach und nach in einen Landschaftspark nach englischem Muster um. So entstanden auch Rebkulturen und Obstanlagen. Immer mehr wurde der Park über den gesamten vorderen Teil des Mühlenbergs (Marchhügel) ausgedehnt. Es wurden unter anderem Aussichtspunkte, ein Pavillon und der „Belvedere“ mit Aussichtsturm geschaffen.

Nach einigen Besitzwechseln erlosch für lange Zeit die Pracht des Landschaftsparks, bis Mitte der 80iger Jahre die Gemeinde March einen Großteil der alten Parkanlage übernahm und begann ihn nach und nach aus seinem Dornröschenschlaf zu erwecken. Von den etwa 7,3 Hektar Parkanlage befinden sich rund 4,5 Hektar im Gemeideeigentum und können besichtigt werden. Der andere Teil ist in privatem Besitz.

Der Park wurde vom Landesamt für Denkmalpflege als Kulturdenkmal eingestuft.

Für Anfragen nach Führungen wenden sie sich an folgende Email-Adresse: englischer-garten-hugstetten@gmx.de.
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte auch: www.englischer-garten-hugstetten.de
 

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